Neues Heizungsgesetz ab 2024 - Das kommt auf Vermieter, Eigentümer und Mieter zu

Ab 2024 wird ein neues Heizungsgesetz, das Gebäudeenergiegesetz (GEG), in Kraft treten, was bedeutsame Auswirkungen auf Eigentümer, Hausbesitzer, Vermieter und Mieter haben wird. Dieses Gesetz bringt einige wichtige Änderungen mit sich, die im Folgenden näher erläutert werden.

Keine Sofortaustauschpflicht für funktionierende Gas- oder Ölheizungen

Eine erfreuliche Nachricht für Eigentümer ist, dass es keine unmittelbare Austauschpflicht für funktionierende Gas- oder Ölheizungen geben wird. Falls diese jedoch defekt sind, dürfen sie repariert werden, und es gelten Übergangsfristen von bis zu 13 Jahren.

Mindestanforderung an erneuerbare Energien

Ab dem 1. Januar 2024 müssen neu eingebaute Heizungen mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen. Dies ist eine Maßnahme zur Förderung nachhaltiger Heizsysteme und zur Reduzierung fossiler Brennstoffe.

Übergangsfristen für Bestandsgebäude

Für bestehende Gebäude sowie für Neubauten in Baulücken gibt es längere Übergangsfristen. Öl- und Gasheizungen dürfen in Bestandsgebäuden weiterhin verwendet werden, wobei eine Beratungspflicht besteht. Bis spätestens 2029 müssen jedoch auch diese Heizungen umgestellt sein.

Verbot von fossilen Brennstoffen

Ab 2045 wird ein Verbot von Heizungen mit fossilen Brennstoffen, fossilem Erdgas oder Heizöl eingeführt, um den Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen zu leisten.

Kommunale Wärmeplanung

Eine bedeutende Neuerung ist die Einführung der kommunalen Wärmeplanung, die über die Kommunen koordiniert wird. Sie informiert Bürger und Unternehmen über lokale Wärmeversorgungsoptionen und legt fest, wo Wärmenetze oder klimaneutrale Gasnetze in den kommenden Jahren ausgebaut werden.

Förderungen für den Umstieg auf erneuerbare Energien

Personen, die ihre Heizung auf erneuerbare Energien umstellen oder umstellen möchten, werden staatlich gefördert. Die Förderung kann bis zu 70 Prozent der Investitionskosten betragen und setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, darunter eine Grundförderung, ein Geschwindigkeitsbonus und ein einkommensabhängiger Bonus.

Umlagekosten auf Mieter

Vermieter können bis zu zehn Prozent der Kosten für die neue Heizung auf die Mieter umlegen. Diese Umlage ist jedoch begrenzt, da die monatliche Kaltmiete pro Quadratmeter und Monat um höchstens 50 Cent steigen darf. Es ist zu beachten, dass bei geförderten Modernisierungsmaßnahmen die Fördersumme von den Gesamtkosten abgezogen werden muss, bevor die Kosten auf die Mieter umgelegt werden können.

Dies sind die wesentlichen Punkte des neuen Heizungsgesetzes, das ab 2024 in Kraft tritt und weitreichende Auswirkungen auf die Heizungslandschaft in Deutschland haben wird. Es wird erwartet, dass diese Maßnahmen dazu beitragen, den Umstieg auf umweltfreundlichere Heizsysteme zu fördern und langfristig zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen im Gebäudesektor beitragen werden.